Ehemalige Vorsitzende des Deutschen Textdichterverbandes



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Historie



Ehemalige Vorsitzende des Deutschen Textdichterverbandes

 

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Deutscher Textdichter-Verband e. V. (DTV)
Vorgestellt von Hans Hee

Kurze Entstehungsgeschichte

Singe, wem Gesang gegeben

Ein schönes Sprichwort, dem die Menschen seit Urzeiten freudig folgen. Doch zum Singen braucht man immer ein Lied, das irgendwie entstanden sein muss. Nur so aus den Wolken oder den Blumen, dem grünen Gras im Frühling oder sonst woher kommen sie ja nicht, die Lieder, ob Volkslied oder Techno. Irgendjemand hat sie mal gemacht, die schönen alten Volkslieder genauso wie die neuen Schlager und Songs. Hinter allem, was gesungen und gespielt wird, stehen am Anfang Menschen, denen das einfiel oder noch einfällt, was andere dann voll Freude singen. Es sind dies zum einen die Komponisten und zum anderen und um diesen Beruf bzw. diese Berufung soll es hier gehen - die "Textdichter".

Ein Lied, das ist immer ein möglichst bis weit über die goldene Hochzeit hinaus sich treu bleibendes und liebendes Paar: der Text und die Komposition. Je besser beide von Anfang an miteinander auskommen, desto eher wird aus dem Lied ein Schlager. Beide Berufe sind dadurch - wie ein Ehe- oder Liebespaar - selbstverständlich eng miteinander verbunden, haben aber doch ihre eigenen Ziele und Berufsinteressen. Ja, und um diese Berufsinteressen insgesamt besser vertreten zu können, haben sich die deutschen Textdichter zusammengeschlossen, weil gemeinsam immer mehr zu erreichen ist.

Richard Bars (1890-1987), Librettist und Textautor, war der eigentliche Urvater des DTV. Seit 1919 Vorstandsmitglied des "Verbandes Deutscher Bühnenkomponisten und Bühnenschriftsteller", gründete er gemeinsam mit dem Urheberrechtler Dr. Wenzel Goldbaum 1923 die "Zentralstelle für Bühnenautoren und -verleger" in Berlin, der 1926 wieder auf Initiative von Richard Bars die "Versorgungsstiftung der Textdichter" folgte.

Wenn man so will, war das schon die Grundsteinlegung für den "Bund deutscher Librettisten und Liederdichter (BdLL)", der 1945 ebenfalls unter maßgeblicher Mitwirkung von Richard Bars entstand. Anfang der 1960er Jahre gab sich der BdLL dann den neuen, heute gültigen Namen "Deutscher Textdichter-Verband (DTV)" als eingetragener Verein (e. V.) mit Sitz in München.

Der erste 1. Vorsitzende bzw. Präsident des DTV war Kurt Schwabach, dem im Laufe der Jahre dann Günther Schwenn, Willy Dehmel, Hans Fritz Beckmann, Carl-Ulrich Blecher und Heinz Korn - alles erfolgreiche Autoren - folgten. Nach dem Tode von Heinz Korn Anfang 1993 wurde Hans Hee, der derzeitige Präsident des DTV, bei der darauf folgenden Mitgliederversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt.



Struktur des DTV

Der Verband hat derzeit ca. 200 Mitglieder, wobei diese Zahl ständig fluktuiert. Neben den "Textdichtern" gehört ihm auch eine ganze Reihe sehr erfolgreicher "Textdichterinnen" an. Viele der Kolleginnen und Kollegen im Verband sind dabei auch erfolgreiche Komponisten und nicht minder erfolgreiche Interpreten. Voraussetzung für die Mitgliedschaft sind die deutsche Staatsangehörigkeit oder der steuerliche Wohnsitz in Deutschland und die Tätigkeit als Textdichter überwiegend in deutscher Sprache, wobei mindestens fünf geschriebene Liedertexte oder ein Textbuch oder die Mitarbeit an zwei Textbüchern - nachweislich veröffentlicht bzw. aufgeführt/gesendet - die anderen Voraussetzungen für die Mitgliedschaft sind.

Einmal im Jahr in zeitlicher und örtlicher Verbindung mit der Mitgliederversammlung der GEMA findet die ordentliche Mitgliederversammlung des DTV statt.

Die Verbandsmitteilungen des DTV erscheinen mehrere Male im Jahr und werden außer an die Mitglieder auch an andere Personen und Institutionen versandt, die der deutschen und deutschsprachigen Musik nahe stehen.

Der Vorstand setzt sich derzeit folgendermaßen zusammen (Vereinsregister Nr. 7456):

Präsident: Frank Dostal

Stellvertreter: Stefan Waggershausen

Schatzmeister: Suzan Frauenberger

Schriftführer: Edith Jeske

Beisitzer: Rudi Büttner, Peter Schmiedel, Hans Ulrich Weigel

Der Deutsche Textdichter-Verband hat zwei Auszeichnungen ins Leben gerufen, die er in unregelmäßigen Abständen verleiht:

"Die Goldene Feder" an Mitglieder, die ein besonders erfolgreiches Schaffen aufzuweisen haben;

"Die DTV-Plakette" als Auszeichnung an Personen, die unabhängig von ihrer eventuellen Mitgliedschaft im DTV sich um die deutsche und deutschsprachige Musik verdient gemacht haben.



Zielsetzungen, Zweck und Aufgaben

Auszug aus der Satzung:

Der Zweck des Vereins ist es, die Berufsinteressen der deutschen Textdichter, deren Rechte durch die GEMA verwaltet werden, wahrzunehmen und den Schutz ihrer Werke im In- und Ausland zu verbessern.

- Mitwirkung in Organisationen und Unternehmen, die urheberrechtliche Nutzungsrechte wahrnehmen, verwerten, Tantiemen einziehen und Abrechnungen prüfen.

- Mitwirkung in Organisationen, Stiftungen und ähnlichen Zusammenschlüssen, die der finanziellen Sicherung von Textdichtern sowie deren Erben bzw. Rechtsnachfolgern dienen durch Gewährung von Altersgeld, Unterstützungen, Ausbildungszuschüssen, Förderungsbeträgen usw.

- Mitwirkung an der Gestaltung von Verträgen und sonstigen Abmachungen, die den allgemeinen Interessen der Textdichter und ihrer Erben bzw. Rechtsnachfolger dienen, insbesondere Mitwirkung an der Gestaltung von Normverträgen mit Komponisten und Verlegern.

- Beratung von Mitgliedern in rechtlichen Berufsfragen, Einflussnahme auf die Fortentwicklung des deutschen und zwischenstaatlichen Urheberrechts und Abschluss von Verträgen mit gleichgerichteten Verbänden des Auslands zur wechselseitigen Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder.

- Korporative Mitgliedschaft bei Organisationen, deren Tätigkeitsgebiet auch den Schutz von Textdichtern einschließt.

Der DTV und sein Vorstand sehen es dabei als eine ihrer Hauptaufgaben an, dafür zu kämpfen, dass in den deutschen Medien mehr deutsche Lieder gespielt werden und dass die teilweise eklatante Diskriminierung deutscher und deutschsprachiger Musik ein Ende findet.

Anschrift
Deutscher Textdichter-Verband e. V.
Oberstr. 14 a - 20144 Hamburg
Telefon (040) 410 21 61
Fax (040) 44 88 50
E-Mail textdichterV@aol.com

willy-dehmel-preis

der willy-dehmel-preis erinnert an den textdichter und stifter
willy dehmel (1909-1971). mit dem willy-dehmel-preis zeichnet die
gema-stiftung textdichter aus, die im sinne des stifters auf dem
gebiet des deutschsprachigen populären lieds über ein erfolgreiches
gesamtschaffen verfügen und zum ansehen ihres berufsstandes beige-
tragen haben.
(text von hr. dr. m. karbaum)

ausgezeichnet wurden:

1985 Hanne Haller (+ 15.11.2005)
1986 Irma Holder
1987 Cora von der Bottlenberg
Swetlana von dem Bottlenberg-Minkow
1989 Fini Huber-Busch (+ 02.11.2001)
1991 Heinz Korn (+ 05.03.1993)
1993 Hans Hee
1995 Hans Bradtke (+ 12.05.1997)
1997 Kurt Hertha (+ 08.07.2007)
1999 Rudolf Günter Loose
2001 Egon Louis Frauenberger - e.l.frauenberger (+ 17.11.2009)
2003 Erich Offierowski
2005 Charlotte (+ 27.10.2007) und Werner Raschek
2007 Robert Jung
2009 Michael Holm